Unterstützung rund um die Uhr

Für alle diejenigen, die möglichst lange selbstbestimmt in der eigenen Wohnung leben möchten, bei einem Sturz oder in einer akuten Gefahrensituation schnell und zuverlässig Hilfe bekommen möchten, ist unser Wohnungsmanager entwickelt und konzipiert worden.

Für viele Menschen ist es heute selbstverständlich, auch in fortgeschrittenem Alter allein oder zu zweit ohne regelmäßige Betreuung zu leben. Aber wir alle wissen, dass es jederzeit zu einer kritischen Situation kommen kann. Dann ist es wichtig, dass Hilfe gerufen wird. Dies ist die Anforderung, die wir an unseren Wohnungsmanager stellen – das Erkennen von kritischen Situationen in ganz normalen Wohnumgebungen, die im Alltag sehr unterschiedlich sein können.

Sturz

An erster Stelle steht der Sturz (Unfall, Schlaganfall, Herzinfarkt, Kreislaufkollaps etc.). Erkennbar wird der Sturz dadurch, dass sich die Bewohnerin / der Bewohner nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt in der Wohnung bewegt.

Die Inaktivität kann der Wohnungsmanager von Abwesenheit unterscheiden. Diese Fähigkeit – die Unterscheidung von Inaktivität und Abwesenheit – ist für Assistenzsysteme das entscheidende Kriterium, um Fehlalarme und Fehlinterpretationen zu minimieren.

Unser Wohnungsmanager stützt sich dazu auf die Informationen unterschiedlicher Sensoren und der Analyse der zeitlichen Entwicklung der Bewegungsdaten. Ein intelligentes System zur Situationserkennung basiert auf der Kombination von mehreren Bewegungsmeldern, Tür- und Fenstersensoren und einem Bettsensor. Der Grundriss einer Wohnung und die genaue Positionierung der Bewegungsmelder spielen dabei eine wichtige Rolle.

Senior liegt bewusstlos in Wohnung

Herd und kritische Steckdosen

Glühende Herdplatten mit Topf

Wir alle haben schon einmal vergessen, den Herd oder andere elektrische Geräte auszuschalten – oder denken nicht daran, dass wir sie eingeschaltet haben. Schon ein Telefonat, eine spannende Fernsehsendung oder einfach ein Nickerchen können dazu führen, dass der Herd oder das Bügeleisen unbeobachtet bleiben. Allzu oft führt das zu erheblichen Schäden, wenn nicht gar zu einem Wohnungsbrand.

Der Wohnungsmanager hilft dies zu vermeiden durch die aktive Herdabschaltung. Haben Sie die Wohnung verlassen oder sind seit längerer Zeit nicht mehr in der Küche gewesen oder der Rauchmelder hat schon ausgelöst, dann schaltet der Wohnungsmanager den Herd oder andere von Ihnen ausgewählte elektrische Geräte einfach ab.

Nächtliche Rückkehr ins Bett

Der Bettsensor erkennt, ob das Bett belegt ist oder nicht. Innerhalb einer frei wählbaren Nachtzeit – z.B. 22:00 Uhr bis 8:00 Uhr – wird überwacht, wie lange das Bett verlassen wird. Kehrt die Bewohnerin/der Bewohner nach einer frei wählbaren Zeit – z.B. 10 Minuten – nicht zurück ins Bett wird, die Alarmkette ausgelöst.

Sobald das Bett während der Nachtzeit verlassen wird, wird das Nachtlicht eingeschaltet. Als Nachtlicht wird eine LED Lichtkette so am Bett montiert, dass der Bereich vor dem Bett ausgeleuchtet ist. Das Nachtlicht erlischt erst wieder, wenn das Bett belegt ist. Optional kann auch ein Licht im Flur und/oder im Bad als Nachtlicht angesteuert werden. Dazu müssen Relais in den entsprechenden Lichtschaltern eingebaut werden (kostenpflichtige Zusatzoption).

Außerhalb der Zeit, in der sich die Bewohnerin /der Bewohner gewöhnlich im Bett befindet, sind Stürze besonders häufig im Bad. Daher wird die Länge des Aufenthalts im Bad unabhängig von der Bettbelegung oder Nachtzeit überwacht.

Dazu wird ein Bewegungsmelder im Bad und einer im Flur davor so montiert, dass die beiden Bewegungsmelder jeweils ausschließlich Bewegungen im bzw. außerhalb des Bads erfassen. So kann ein außergewöhnlich langer Badaufenthalt festgestellt werden. Überschreitet die Aufenthaltszeit einen frei wählbaren Wert (z.B. 15 Minuten), wird die Alarmkette ausgelöst.

Leeres Bett mit eingeschalteter Lampe

Aktiver Notrufknopf

Mobiler Notrufknopf am Handgelenk

Mit Hilfe des Notrufknopfes kann die Alarmkette von der Bewohnerin/ dem Bewohner jederzeit aktiv ausgelöst werden. Wenn das Assistenzsystem eine Situation nicht oder zu spät erkennt kann durch drücken des Notrufknopfes jederzeit Hilfe gerufen werden. 

Geschieht das einmal unabsichtlich, kann die Alarmkette durch Annahme des Anrufs in der Wohnung immer noch abgebrochen werden.

Alarmkette

Die Alarmkette der AHS-Assistenzsysteme funktioniert unabhängig vom Alarmgrund immer in der gleichen Weise. Wird eine Alarmsituation erkannt, warnt der Controller den Bewohner, bevor die Alarmkette aktiviert wird. 

Die Nachricht enthält einen Ansagetext, der den Grund und die Art des Alarms benennt und in welcher Wohnung der Alarm ausgelöst wurde. Der angerufene Helfer kann dann über die Freisprechfunktion des AHS-Controllers mit dem Bewohner Kontakt aufnehmen.

A) Alarmablauf
    1. Ansage, dass das System von einer möglichen Notsituation ausgeht – 2 mal über den Wohnungsmanager in die Wohnung. Die Ansage kann jederzeit durch das Drücken der Lautsprechertaste (rechts und links am Gehäuse) unterbrochen werden.
    2. Eine Minute danach kommt der Kontrollanruf in die Wohnung. Nur wenn man abnimmt und eine beliebige Zahlentaste des Telefons drückt, wird der Alarm gestoppt. Die Zahlentaste kann jederzeit, nachdem man abgehoben hat und die andere Seite zu sprechen beginnt, gedrückt werden. D.h., man muss nicht abwarten, bis die andere Seite seine Rede beendet hat. Wenn die Zahlentaste am Telefon gedrückt wurde, wird der Alarmablauf an der Stelle unterbrochen. Andernfalls geht es mit dem nächsten Schritt weiter -> 3.
    3. Es werden externe Helfer einer nach dem anderen angerufen. Der Erste, der antwortet und die Taste Fünf drückt, wird als bereitstehender Helfer festgehalten und mit dem Freisprecher in der Wohnung verbunden. An dem Wohnungsmanager leuchtet ein LED rot, als Zeichen, das das Mikrofon eingeschaltet ist. Die LED ist unmittelbar mit dem Mikrofon verbunden. Man kann sofort nach dem Drücken von Fünf mit dem Bewohner kommunizieren und reden. Das System beendet die Notfallkette und betätigt keine weiteren Anrufe.
    4. Sollte keine der Kontaktpersonen in der Alarmkette antworten, wiederholt sich dieser Ablauf mit einer etwas angepassten Ansage in Schritt A.1 an den Bewohner, nämlich, dass noch keinen Helfer gefunden worden ist, aber das System nicht aufgibt und weiter versucht, Hilfe zu holen. Damit ist der Bewohner über den Status des Hilferufes informiert.
B) Besonderheit bei Schritt A.2:
  • Sollte der Bewohner im Schritt A.2 mit dem Drücken einer Zahlentaste den Alarm stoppen, werden Alarme vom gleichen Typ für eine Stunde* ignoriert. So kann man bei Situationen wie z.B. Gymnastikübungen auf dem Boden eine Zeit lang seine Ruhe haben und nicht ständig von Ansagen und Kontrollanrufen bei z.B. der Sturzerkennung gestört werden. 
  • Alarme von anderen Typen sind von diesem Systemverhalten nicht betroffen und werden entsprechend des Ablaufs A) behandelt.
C) Besonderheit bei Schritt A 3: 
  • Ab dem Moment, bei dem ein Helfer mit dem Freisprecher verbunden wird, werden für eine Stunde* lang alle Alarme ignoriert – zumindest solange, bis der bereitstehende Helfer – oder der Bewohner selbst – das System zurückruft und mit der Taste Null den offenen Alarm löscht bzw. quittiert, also seine Hilfestellung als beendet erklärt. Das bedeutet, dass spätestens nach einer Stunde ohne Quittierung, die Alarme automatisch wieder scharf geschaltet werden.
  • Wie in diesem Punkt erklärt, kann der Helfer oder der Bewohner diese Zeit verkürzen, indem er das System zurückruft und die Null drückt. Diese Vorgangsweise dient der Möglichkeit eine Notfallquittierung zu dokumentieren.

Achtung: Keine der Aktionen unter C) kann die unter B) beschriebene Wirkung der Alarmignorierung außer Kraft setzen. Um sicherzustellen, dass auch ein unter A.2 explizit stornierter Alarm wieder sofort entsprechend des Ablaufs A behandelt wird, kann man auch den Wohnungsmanager vom Strom nehmen und nach 10 Sekunden wieder anschließen. Durch Neustart werden alle Alarme zurückgesetzt, wobei der Neustart selbst bis zu 5 Minuten dauern kann.

*Die Alarmpause ist auf eine Stunde voreingestellt und kann je nach Bedarf verlängert oder verkürzt werden.

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